Uni Kiel Medizin Dissertation

Das Habilitationsverfahren

Die Habilitationsschrift ist neben der Dissertation die zweite große wissenschaftliche Arbeit, die ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin verfasst. Im Unterschied zur Dissertation verfolgt die Habilitationsschrift einen hohen methodischen Anspruch, durch den die wissenschaftliche Forschung auf einem breiten Segment vorangebracht werden soll.

Die Arbeit muss neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten und gilt als Nachweis über Ihre fundierten Kenntnisse auf Ihrem Fachgebiet.

Alle Informationen zum Ablauf des Habilitationsverfahrens finden Sie hier:
Merkblatt zur Habilitation

Bitte beachten Sie: Die Unterlagen für die Anmeldung zur Eröffnung eines Habilitationsverfahrens müssen spätestens 4 Wochen vor einer Sitzung des Habilitationsausschusses vollständig im Dekanat vorliegen.

Voraussetzungen

Um zur Habilitation zugelassen zu werden, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • den Grad eines Dr. med. oder Dr. med. dent. erworben haben
  • die Approbation als Arzt/Ärztin oder Zahnarzt/Zahnärztin besitzen
  • eine umfassende, etwa der Weiterbildung zum Facharzt vergleichbare Ausbildung in dem entsprechenden Fach nachweisen


Sie sollten außerdem mehrere Veröffentlichungen in anerkannten Fachzeitschriften sowie gegebenenfalls weitere Publikationen vorweisen können, aus denen ersichtlich ist, dass Sie in dem gewählten Habilitationsfach selbständig und produktiv wissenschaftlich gearbeitet und bereits in der Lehre erfolgreich mitgewirkt haben.

Damit Sie den Antrag auf die Eröffnung des Habilitationsverfahrens einreichen können, müssen Sie außerdem an folgenden Weiterbildungskursen der Medizinischen Fakultät teilgenommen haben:

  • Biomedizinisches Kolloquim, Anmeldung über Prof. Herdegen (Telefon: 0431/500-30402)
  • "KiMed - Train the Trainer: Junge Lehrende", Anmeldung über Frau Dr. Karsten (Telefon: 0431/500-14443)

Die Habilitationsschrift

Sie können sowohl eine traditionelle Habilitationsschrift als auch eine kumulative Habilitationsschrift einreichen. Bei der kumulativen Habilitationsschrift wird keine wissenschaftliche Arbeit eingereicht, sondern eine Zusammenfassung mehrerer hochrangiger wissenschaftlicher Publikationen in Fachzeitschriften oder Sammelbänden.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie im Merkblatt zum Habiliationsverfahren.

Antrag auf Zulassung

Mit dem Antrag auf Zulassung zum Habilitationsprüfungsverfahren sind vorzulegen:

  • die schriftliche Habilitationsleistung, entweder als traditionelle Habilitationsschrift oder als kumulative Habilitationsschrift mit 4-6 Originalarbeiten
  • die Approbationsurkunde (Arzt/Ärztin oder Zahnarzt/Zahnärztin) und, sofern die Promotion nicht an der CAU erfolgt ist, die Promotionsurkunde in beglaubigter Abschrift (bei klinischen Fächern zusätzlich die Facharzturkunde)
  • ein Lebenslauf, der über den Bildungsgang und die wissenschaftliche Tätigkeit nach Beendigung des Hochschulstudiums Auskunft gibt. Dieser muss das Thema und den Zeitpunkt des fakultätsöffentlichen Vortrags im Rahmen des "Biomedizinsichen Kolloquiums", das als Voraussetzung zur Eröffnung des Habiliationsverfahrens absolviert werden muss, enthalten
  • ein Schriften- und Vortragsverzeichnis
  • eine semesterweise Auflistung der Lehrleistungen mit Gegenzeichnung des Direktors oder der Direktorin der Klinik/des Instituts
  • Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an der medizindidaktischen Weiterbildung "KiMed - Train the Trainer: Junge Lehrende" oder eine vergleichbare Weiterbildung
  • Angaben über eingeworbene Drittmittel (einschließlich intramuraler Förderung)
  • Ihre fünf wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten
  • Erklärung (auf einem Blatt),
    a) auf welche Anregung die schriftliche Habilitationsleistung zurückgeht und wo, wie und mit welchen personellen und geistigen Hilfen sie entstanden ist
    b) ob ein Antrag auf Habilitation bereits bei einer anderen Fakultät oder Hochschule gestellt wurde
    c) über die Staatsangehörigkeit der Bewerberin oder des Bewerbers und ein polizeiliches Führungszeugnis, falls der Bewerber nicht im öffentlichen Dienst steht
    d) mit der Angabe über den Zeitpunkt, zu dem mit der Habilitationsleistung begonnen wurde
  • Dissertation

Die Medizinische Fakultät verleiht den akademischen Grad eines Doktors oder einer Doktorin. Der Dr. med. bzw. Dr. med. dent. gilt als Nachweis für die Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit. Um den Doktorgrad zu erlangen, müssen Sie eine selbstständige wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) verfassen und eine mündliche Prüfung (Disputation) ablegen.

Grundlage der Promotion an der Medizinischen Fakultät der CAU ist die Promotionsordnung.

Wenn Sie an der Medizinischen Fakultät promovieren wollen, unterstützen wir Sie gern bei der formalen Abwicklung des Promotionsverfahrens. Sie finden hier alle Informationen zum Promotionsverfahren, Merkblätter sowie Möglichkeiten zur finanziellen Förderung über Promotionsstipendien. Informationen über die Forschungsprofile der Medizinischen Fakultät finden Sie hier.

Um eine Promotion zu betreuen, müssen Sie habilitiertes Mitglied der Medizinischen Fakultät der CAU sein. Das trifft auf Sie zu, wenn Sie einen Arbeitsvertrag mit der CAU/dem UKSH haben. Habilitierte Ärztinnen und Ärzte an externen Einrichtungen wie z. B. Lehrkrankenhäuser oder Praxen sind im Gegensatz dazu Angehörige der CAU und können als solche eine Doktorarbeit nur in Zusammenarbeit und mit Zustimmung eines hauptamtlich habilitierten Mitglieds der Medizinischen Fakultät betreuen.

Das Graduiertenzentrum der CAU unterstützt die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden. Hier erhalten Sie Informationen rund um die Promotion, Beratung zu Fördermöglichkeiten, kostenlose überfachliche Qualifizierungsangebote, Unterstützung zu Vernetzung und Austausch mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden sowie hilfreiche Hinweise bei spezifischen Fragen.

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